- Geplante Tabaksteuererhöhung gefährdet Existenz von Mittelstand und stationärem Fachhandel
- Fehlende Regulierung von Nikotin Pouches kostet Staat jährlich 500 Millionen Euro
- Geschäftsführung fordert Kurskorrektur im Finanzausschuss des Bundestages
Berlin 21. Juli 2026 – Die geplante Erhöhung der Tabaksteuer bedroht den stationären Einzelhandel in Deutschland in einem bisher ungekannten Ausmaß. Die Unternehmensgruppe Dr. Eckert GmbH schlägt nun Alarm. Das filialisierte Handelsunternehmen betreibt bundesweit 220 Filialen und beschäftigt 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In einem dringenden Appell an den Finanzausschuss des Deutschen Bundestages warnt die Geschäftsführung vor erzwungenen Filialschließungen und einem massiven Verlust an Arbeitsplätzen – insbesondere im ländlichen Raum.
Frequenzbringer bricht weg – Mittelstand blutet aus
„Tabakwaren sind für unsere 220 Filialen ein kritischer Frequenzbringer“, erklärt Torsten Löffler, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Dr. Eckert GmbH. „Wenn der Staat die Preise durch überproportionale Steuern künstlich in die Höhe treibt, bricht uns die Kundenfrequenz im stationären Geschäft weg. Das trifft nicht nur den Tabakumsatz, sondern reißt auch tiefe Löcher bei Randsortimenten und Presseerzeugnissen. Viele Standorte lassen sich so schlichtweg nicht mehr wirtschaftlich betreiben.“ Die Leidtragenden seien am Ende die Angestellten im Verkauf – meist Frauen in Teilzeit – sowie die Bürger vor Ort, denen ein Stück Nahversorgung geraubt werde.
500 Millionen Euro liegen gelassen: Fiskus ignoriert Nikotin Pouches
Besonders unverständlich ist für das Unternehmen, dass die Politik an der Steuerschraube für den Fachhandel dreht, während riesige Einnahmepotenziale ungenutzt bleiben. So floriert in Deutschland ein unregulierter Grau- und Schwarzmarkt für tabakfreie Nikotinbeutel (Nikotin Pouches). Laut aktuellen Marktanalysen entgehen dem deutschen Staat durch das bestehende Verkaufsverbot und die fehlende Besteuerung jährlich rund 500 Millionen Euro. „Statt den steuerzahlenden Mittelstand in den Ruin zu treiben, muss die Politik ungenutzte Steuerpotenziale heben“, fordert Löffler. „Eine Legalisierung von Nikotin Pouches mit einem klaren Rechtsrahmen und einer kontrollierten Abgabe in Fachfilialen wie den unseren würde den Jugendschutz garantieren und dem Bundeshaushalt sofort eine halbe Milliarde Euro einbringen. Das wäre echte Wirtschaftspolitik mit Augenmaß, statt einer reinen Substanzsteuererhöhung.“
Gefahr durch den Schwarzmarkt wächst
Das Unternehmen warnt zudem vor einer dramatischen Stärkung krimineller Schmuggelnetzwerke. Drastische Steuererhöhungen der Vergangenheit hätten gezeigt, dass Verbraucher bei zu hohem Preisdruck in den illegalen Schwarzmarkt oder in den grenznahen Einkauf abwandern. Während der legale Handel existentiell geschädigt wird, werden die Kontrollmöglichkeiten im Jugendschutz und die Lenkungswirkung der Tabaksteuer untergraben und dem Staat brechen die erhofften Mehreinnahmen durch die Tabaksteuererhöhung weg.
Die Unternehmensgruppe Dr. Eckert GmbH hat ihre detaillierten Kennzahlen und Befürchtungen den finanzpolitischen Sprechern der Bundestagsfraktionen übermittelt und fordert eine grundlegende Kurskorrektur in den anstehenden Ausschussberatungen.


