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Journalistenpreis Bahnhof 2002:


Beatrice Eichmann-Leutenegger erhielt Journalistenpreis Bahnhof



Die Schweizer Journalistin Beatrice Eichmann-Leutenegger erhielt den „Journalistenpreis Bahnhof“ 2002. Der mit € 5.000 dotierte und 1998 von Dr. Adam-Claus Eckert 1998 gestiftete Journalistenpreis würdigt „herausragende journalistische Leistungen zum Thema Bahnhof“. Der Preis wurde am 24.10.2002 im Hauptbahnhof Frankfurt/M der Preisträgerin überreicht.

Die fünfköpfige Jury wählte den Beitrag „Den abfahrenden Zügen nachsehen, bis sie in der Ferne verschwinden“ in der Neuen Zürcher Zeitung vom 7. März 2002 einmütig, „weil er die vielschichtige Atmosphäre des Bahnhofs einfängt. Der einem Panorama ähnliche Blick auf die unterschiedlichen Bahnhofsprofile von Paris bis Helsinki und von Budapest bis Hannover und Wien öffnet die internationale Lebenswelt Bahnhof.“

Ausdrücklich lobte die Jury die sprachliche Komposition des Artikels, der den Bahnhof als „Welttheater“ beschreibt: „... wo käme man den Bewohnern einer fremden Stadt besser auf die Schliche als auf dem Bahnhof, wo all die verschiedenen Lebensarten geübt werden, wo Reiche und Arme, Etablierte und Randgänger anzutreffen sind.“ Die Jury: „Das beste, was Sprache leisten kann, ist, daß Bilder im Kopf entstehen.“

Preisstifter Dr. Adam-Claus Eckert meinte anlässlich der Preisverleihung im Frankfurter Hauptbahnhof: „Der Frankfurter Hauptbahnhof ist in doppeltem Sinne ein „Kopfbahnhof“, denn hier erhalten Reisende und Bahnhofsbesucher die Nahrung für das eigene Denken“, wobei er auf die besondere Rolle des Bahnhofsbuchhandels als Versorger mit internationaler Presse und aktuellen Taschenbüchern anspielte.