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Journalistenpreis Bahnhof 2005:

Jörg Magenau erhielt den Journalistenpreis Bahnhof



Jörg Magenau erhielt am 17.11.2005 in Berlin den „Journalistenpreis Bahnhof“. Der mit 5.000€ dotierte und 1998 von Dr. Adam-Claus Eckert gestiftete Preis würdigt „herausragende journalistische Leistungen zum Thema Bahnhof“. Die Berliner Staatssekretärin für Stadtentwicklung Maria Krautzberger, Dr. Adam-Claus Eckert und der Vorstandsvorsitzende der DB Station&Service AG Wolf-Dieter Siebert überreichten im Berliner Bahnhof Friedrichstraße den Preis.

Die Jury wählte den Artikel „Stadtflucht am Freitag“ im Magazin Mobil Nr. 12/2004 von Jörg Magenau einstimmig. Die Jury begründete ihre Entscheidung: „Der Autor findet im Berliner Bahnhof Zoo einen modernen Menschentypus: den Wochenendpendler. Sein Text ist eine brillante Mischung aus Sozialreportage und Essay, über diejenigen, die in der einen Stadt arbeiten, in Berlin, und in der anderen Stadt leben, in Hamburg. Er behandelt die Mobilität, dieses Grundprinzip unserer Gesellschaft, und er zeigt, wie der moderne Mensch versucht, mit den Ansprüchen und den Widersprüchen der Mobilität zu leben. Magenau gelingt etwas, das nur den besten journalistischen Texten gelingt: Die Beschreibung eines Ortes wird bei ihm zu einer Beschreibung der Gesellschaft.“

Auch dieses Jahr hatte das Medienforschungsinstitut der Universität Siegen mehrere hundert Artikel in einem „Monitoringverfahren“ gesichtet und der Jury eine Vorauswahl vorgelegt.

Jörg Magenau, am 25.8.1961 in Ludwigsburg geboren, studierte Germanistik und Philosophie an der FU Berlin. Jörg Magenau ist freier Journalist und Literaturkritiker. Er schrieb bisher u.a. für die „Wochenpost“, die „taz“ und die FAZ. 1995 erhielt er den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik und 2004 ein Aufenthaltsstipendium der Stiftung Kulturfonds im Künstlerhaus Lukas/Ahrenshoop. Bei Rowohlt erschienen 2003 eine Biographie über Christa Wolf (als Taschenbuch) und 2005 eine Biographie über „Martin Walser“.